TSV kommt mit einem blauen Auge davon

Erstellt am: 23.01.2018 | Von: Thomas Küker

Einen klaren Sieg hatte Hendrike Spaar von ihrem Team gefordert, letztlich sind die Oberliga-Volleyballerinnen des TSV Bayer Dormagen gerade so noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Der Spitzenreiter setzte sich nach fast zwei Stunden Spielzeit knapp mit 3:2 (18:25, 25:20, 25:19, 23:25, 15:12) bei Schlusslicht Dürener TV durch, verteidigte damit zwar seine Tabellenführung, büßt aber seinen Vorsprung auf die Verfolger aus Düsseldorf ein. Der hat durch seinen 3:0-Erfolg beim VV Humann Essen nach Punkten mit dem TSV gleichgezogen, hat aber immer noch einen Sieg weniger auf dem Konto.

„Mit Blick auf den Spielverlauf bin ich aber zufrieden mit dem Ergebnis“, resümierte TSV-Trainerin Hendrike Spaar, „es war ein hartes Stück Arbeit und ich bin stolz auf die Mädels, dass sie das Spiel noch gewonnen haben.“ Denn Düren agierte keineswegs wie ein Schlusslicht: Die Dürenerinnen präsentierten sich enorm abwehrstark und machten vor allem überraschend wenig Fehler. So musste der TSV, der auch noch den kurzfristigen Ausfall von Libera Conny Ritterbach verkraften musste, hohes Risiko im Angriff gehen, um überhaupt die Chance auf Punkte zu haben. Allerdings blieben die Gäste-Angreiferinnen immer wieder im Dürener Block hängen, wo vor allem die beiden hochgewachsenen Mittelblockerinnen einen sehr guten Job machten. „Zeitweise ist uns da nicht viel eingefallen“, resümierte Spaar.

Dennoch kam der TSV nach verlorenem ersten Durchgang besser ins Spiel, sicherte sich die Sätze zwei und drei, so dass es kurzzeitig doch noch nach drei Punkten für den Spitzenreiter aussah. Doch leider schafften es die Gäste aus der Chemiestadt nicht, den Schwung und das erworbene Selbstvertrauen in den vierten Durchgang mitzunehmen. Von Beginn an liefen sie einem Rückstand hinterher, starteten dann zwar noch mal eine Aufholjagd, doch die war nicht mehr vom Erfolg gekrönt.

Im Tiebreak sah das ganz anders aus: Über 8:5, 10:6 und 12:8 erarbeiteten sich der Tabellenführer eine beruhigende Führung, die dann auf 11:12 schrumpfte, ehe der TSV seinen ersten Matchball verwandelte.

Quelle: NGZ